Feel Festival 2017 – Verrückte Menschen und bunte Lichter so weit das Auge reicht

Schon im letzten Jahr 2016 schwärmte ich von dem Feel Festival am Bergheider See. Verrückte und bunte Menschen zwischen kleinen Wäldchen und dem großen Strand. Überall Lichterketten und Quallen in Form von Regenschirmen. 18 Floors versüßen einem das Feel Festival am 06.-10. Juli 2017 von Donnerstag Nachmittag bis Montag Morgen mit atemberaubenden Programm.

Feel Festival 2017 – Verrückte Menschen und bunte Lichter so weit das Auge reicht

Nachdem Daniel Donnerstag Nacht noch in der Burg Schnabel aufgelegte, ging es für meine Freundin und ihn erst Freitag Nachmittag um 14.00 Uhr zum Feel Festival. Gerne wären wir schon Donnerstag dort gewesen aber die Prüfungen in der darauffolgenden Woche machten uns einen Strich durch die Rechnung. Gute eineinhalb Stunden brauchten wir zum Bergheider See mit dem Auto.

Letztes Jahr parkten wir das Auto direkt neben unserem Zelt in der Nähe des Manyfield Floors. Nun aber gibt es Autopässe. Eine gute Möglichkeit die Menge an Autos auf dem Gelände zu reduzieren und so die Natur zu entlasten, wie ich finde. Eigentlich war mit unserem Artist-Autopass alles geklärt, jedoch haben die Mitarbeiter des Feel Festivals unterschiedliche Ansichten, sodass wir trotz Autopass-Aufkleber und zweimaligen Hin- und Herfahren zwischen den ganzen Menschen, nicht auf das Gelände durften.

Da es mittlerweile schon 16.30 Uhr war und Daniel um 18.00 Uhr in der Bärenschmiede (Berlina für Techno) auflegen sollte, gestaltete sich die Ankunft etwas stressiger als erhofft. Letztendlich parkten wir auf dem Artist Parkplatz hinter dem großen Floor Takraf und dem Besucherbergwerk F60. Zwei mal liefen wir von dem Strand Ecke Solarfeld bis zum Artist Parkplatz vorbei an dem Zauberwald und über dem EXIT (Ritter Butzke) Floor inklusive großer aufgeblasener Matratze. Das sah zwar lustig aus aber anders ging es nicht.

Schnell das Zelt aufgebaut, die wichtigsten Utensilien zusammen gesucht und ab zur Bärenschmiede, wo Daniel bereits auflegte. Die Bärenschmiede gestaltete das Kollektiv Berlina für Techno, denen Daniel auch angehört. So war es für uns ein Muss von 18 bis 20 Uhr in der Bärenschmiede zu tanzen. Unglaublich, wenn man sich vorstellt, dass all diese Floors von Helfern des Feel Festivals, inklusiver der Kollektive, in relativ kurzer Zeit geschaffen wurden. Dabei sind die Helfer nicht immer ausgebildete Handwerker und arbeiten meist gute 10 Stunden am Tag. Hut ab! Danke, dass ihr dem Bergheider See für das Feel Festival Leben und Liebe mit vielen Details einhaucht.

Daniels Set war wieder erste Sahne und ist auf Soundcloud zu hören:

Gänsehaut überkam mich bei dem Applaus. So schön, wenn man sieht, dass seine Arbeit Früchte trägt. Ich bin sehr stolz auf Dich, Daniel Heinrich!

 

Abgesehen von der Bärenschmiede tanzten wir oft und lange auf dem Hohe Düne Floor in der Nähe des Strandes. Edward Ean war im Jahr 2016 schon für die Hohe Dühne zuständig und zauberte einen wunderschönen beleuchteten funky Floor. In diesem Jahr änderte er sein musikalisches Konzept als Berlina für Techno Mitglied komplett. Statt funky House dröhnte Hammer harter Techno rund um die Uhr von dem Floor. Neben Edward Ean selbst legten auch Amelie Lens, SHDW & Obscura Shape, Henning Baer, Antigone und Spinoza auf. Trotz des harten Technos verlor die Hohe Düne im Vergleich zum letzten Jahr nicht seinen Scharm und glänzte durch viele bunte Lichter.

Der Wetterbericht versprach eigentlich nicht viel Sonne an dem Wochenende, doch irgendwie zieht das schlechte Wetter immer an dem Bergheider See vorbei. Sonntag wurde es richtig heiß und wir waren hauptsächlich am Strand. Die Bühne war viel größer im letzten Jahr und ragte aus dem Bergheider See heraus, sodass man nicht nur Barfuß im Sand sondern auch im Wasser tanzen konnte. Perfekt für ein Festival!

Im Zauberwald oder dem Tiefen Moor war es dagegen angenehm schattig zum tanzen und entspannen. Das Tiefe Moor und Die Scheele sind zwei weitere Floors von dem Kollektiv, welches den Endlos Floor gestaltete. Dieser war immer sehr voll, weshalb die Aufsplittung in zwei weitere Floors eine gute Lösung war. Neben der Hohen Düne wurde ein bisher ungenutztes Stück Wald frei gemacht, um das Tiefe Moor und Die Scheele zu errichten. Man denkt erst gar nicht, dass sich in dem Wäldchen noch ein Floor befindet. Das ist das schöne am Feel Festival, man wird an jeder Ecke von kleinen und manchmal auch großen Details verzaubert.

Nachdem es im letzten Jahr auf dem Feel Festival schon sehr voll war, befürchteten wir, dass es nur ein Gedränge wie auf einem Rummel wird. Jedoch überraschte uns das Feel Festival positiv mit mehren Wegen und Pfaden die zur Hohen Düne und dem Strand sowie zu den Zelten liefen.

Essen: Die Essensstände befanden sich am selben Ort und haben sich im Vergleich zum letzten Jahr kaum verändert. Standardmäßig kostet ein Essen circa fünf Euro bei allen Ständen. Dabei gibt es Thailändisch, Indisch, Falaffel, Burger, Handbrot, Dinnele und meine geliebten Nice Fries mit verschiedenen selbstgemachten Soßen und vieles mehr.

Positiv: Wie schon in meinem Feel Festival Bericht von 2016 zu lesen ist, bin ich ein großer Fan. Das Feel Festival ist im Kommen, keine Frage! Der Ort, die musikalische Vielfalt und die Liebe zum Detail sind ein Traum!

Negativ: Trinkwasser beziehungsweise Wasser zum Händewaschen fand ich schon am Freitagabend nicht mehr. Nehmt euch unbedingt Wasserflaschen mit zum Feel Festival! Abgesehen davon, wird auch das Toilettenpapier der tollen Öko-Klos irgendwann leer, nehmt genug Taschentücher und Feuchttücher mit. Außerdem gab es zu wenig Pläne und Line-ups.

Etwas schade fand ich auch, dass der Manyfield keinen festen Sitz mehr hatte, sondern nur auf verschiedenen Bühnen zu bestimmten Uhrzeiten zu hören war. Leider verpasste ich jedes Mal die Spielzeit. Mir gefiel  Manyfield im letzten Jahr sehr, liebes Feel Team! Es war so schön verrückt und absurd. (Mehr dazu in dem Bericht von 2016).

Anfahrtmöglichkeiten:

  1. Mit dem Bassliner kann man sich von mehreren Orten Deutschlands direkt vor das Feel Festival am Bergheider See fahren lassen. Dabei kostet beispielsweise eine Fahrt von Berlin aus circa 16,50 Euro. Die Tickets bucht man im Voraus über die Website des Feel Festivals. Es gibt mehrere Abfahrtszeiten.
  2. Mit der Regionalbahn und dem Bassliner von der Haltestelle zum Feel Festival fahren. Diese Variante dauert nach Berlin drei bis dreieinhalb Stunden und ist stressig (Freunden zu urteilen). Es gibt mehrere Bassliner Zeiten. Eine Fahrt kostet 3,50 Euro mit dem Bassliner. Außerdem werden zusätzliche Züge für das Feel Festival eingesetzt, sodass man auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln relativ gut hin und zurück kommt.
  3. Ich habe auch gehört, dass sich einige ein Großraum-Taxi teilten. So gibt es auch speziell Taxi-Fahrer, die auf der Facebook-Seite des Feel Festivals sich als Fahrer mit einem vordefinierten Preis für die Strecke anbieten. Einfach mal vorbeischauen.
  4. Zu guter Letzt kann man natürlich mit dem eigenen Auto anreisen. Es gibt Parkplätze, die allerdings etwas weiter weg von dem Gelände aber kostenlos nutzbar sind. Wenn Du auf dem Gelände parken möchtest, brauchst du ab 2017 einen Autopass, welcher um die 15,00 Euro gekostete.

Tickets: Ein Ticket der letzten Etappe kostete 99,00 Euro. Die Tickets sind nicht personalisiert, so können Sie auch leichter wiederverkauft werden, falls Du doch nicht kommen kannst. Nach circa einer Woche waren alle Tickets ausverkauft. Also halte Dich ran, sonst sind die Tickets weg. Wobei es auch einige Rückläufer-Tickets gibt, die man durchaus auch noch für durchschnittlich 105,00 Euro kurz vorher kaufen kann.

Website: http://feel-festival.de

Festival-Bändchen: Normale Gäste bekamen ein blaues Festival-Bändchen. Artists, Helfer und Gästeliste bekamen ein rosa-farbenes Bändchen. Ich persönlich hätte mir noch den Schriftzug „Feel Festival“ gewünscht.

Leider habe ich auch in diesem Jahr nicht geschafft, alle Bühnen des Feel Festivals zu erkunden. So habe ich die große Bühne Takraf, die Burg (im letzten Jahr Burg Schnabel) und die Zentrifuge nicht einmal gesehen. Doch das ist nun einmal vorprogrammiert bei 18 Floors und daher gar nicht schlimm. Ich wünschte nur länger dort gewesen zu sein, so wie im letzten Jahr des Feel Festivals. Doch dafür habe ich mir schon eine Entschädigung organisiert. Im August helfe ich beim Aufbau des Artlake Festivals am Bergheider See mit und kann den verwunschenen Ort noch näher kennenlernen. Darauf freue ich mich sehr.

Wie hat Euch das Feel Festival gefallen oder habt Ihr nun Lust bekommen auch teilzunehmen? Habt Ihr noch Fragen? Dann stellt Sie gern an mich.

Eure Jessi
P.S. Über einen Daumen hoch bei Facebook würde ich mich sehr freuen!


Facebook: ICA|KGL Travel & Festival Stories

Instagram: jessicakgl

Festivals 2017

Feb – Utopia Castle Festival
Jun – Second Horizon Festival
Juli – Feel Festival
Juli – Tarab Festival Österreich
Aug – Nature One Festival
Aug – Artlake Festival >> zum Erfahrungsbericht 2016
Sep – Stadtflucht Festival

Advertisements

2 Kommentare

Gib deinen ab →

  1. Was für zauberhafte Bilder! Da möchte man sofort auf ein Festival gehen. Nur gefühlt regnet es bei jedem Festival in Deutschland ohne Ende 😀

    XX aus Nürnberg
    Jecky
    Want Get Repeat

    Gefällt 1 Person

    • Hallo, vielen Dank dafür! Glücklicherweise gibt es auch einige indoor Floors bei dem Feel Festival. Außerdem ist das Wetter aufgrund des naheliegenden Sees erstaunlicherweise immer sehr gut 🙂 da es viele Bäumchen und hohe Gräser auf dem Gelände gibt, braucht man auch keine Angst davor haben, mit Gummistiefeln im Matsch zu versinken.
      Liebe Grüße,
      Jessi

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: